Malignome, insgesamt

Im Jahr 2018 wurden in Österreich bei 42.219 Menschen Krebsneuerkrankungen dokumentiert, 22.700 bei Männern und 19.519 bei Frauen. Bei 11.058 Männern und 9.373 Frauen führte eine Krebserkrankung im Jahr 2018 zum Tod. Damit sind Krebserkrankungen für etwa ein Viertel der jährlichen Todesfälle verantwortlich. Tendenziell gehen aber sowohl das Risiko einer Neuerkrankung als auch das Sterblichkeitsrisiko zurück. Zum Jahresende 2018 lebten in Österreich rund 366.800 Personen mit der Diagnose Krebs.

Das Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an Krebs zu erkranken, war unter Zugrundelegung der altersspezifischen Erkrankungsverhältnisse von 2018 bei den Männern 1,4 mal so hoch wie bei den Frauen. Das Risiko für Männer, bis zu ihrem 75. Lebensjahr an einem bösartigen Tumor zu erkranken, erreichte 2000 mit 39,8% seinen höchsten Wert und ging in den darauffolgenden Jahren bis zum aktuellen Diagnosejahr 2018 auf 32,4% zurück. Das Risiko für Frauen, bis zu ihrem 75. Lebensjahr an einem bösartigen Tumor zu erkranken, blieb im selben Zeitraum mit etwa 25% gleich, 2018 ist es 23,6%.

Kärnten wies im Jahresdurchschnitt 2016-2018 die höchste altersstandardisierte Rate auf (574 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner), gefolgt von Tirol (560,5) und Niederösterreich (517,2). Die geringsten altersstandardisierten Inzidenzraten wurden im Burgenland und in Salzburg verzeichnet (410,1 bzw. 417,2).

Im Jahresdurchschnitt 2016-2018 wurde etwa ein Drittel aller Tumore diagnostiziert, solange der Tumor noch auf das Organ beschränkt war (lokalisiertes Tumorstadium: 33,5%). Ein Fünftel der Diagnosen wurde erst gestellt, als der Tumor bereits die Organgrenzen durchbrochen hatte (regionäre Lymphknotenmetastasen, regionalisiertes Tumorstadium: 21,3 %). Bei weiteren 12,0% der neu diagnostizierten Fälle wurden bereits Fern-Metastasen entdeckt (disseminiertes Tumorstadium). Systemische Erkrankungen, d.h. bösartige Neubildungen der lymphatischen und blutbildenden Organe, sind keinem dieser Prognosestadien zuordenbar und machten 7,0% aller Tumore 2016-2018 aus. 26,1% der Tumore konnten keinem Erkrankungsstadium zugeordnet werden, da entweder die Angaben auf der Krebsmeldung mangelhaft waren (19,6%) bzw. bei DCO-Fällen keine Information über das Erkrankungsstadium vorlag (6,5%).

Die relativen 1- und 5-jährigen Überlebensraten stiegen von 2001-2005 auf 2016-2018 bzw. 2011-2015 von 76% auf 78% bzw. von 60% auf 61%.

Malignome, insgesamt (C00-C97, ohne C44) - Krebsinzidenz (Neuerkrankungen pro Jahr), Österreich ab 1983
Malignome, insgesamt (C00-C97, ohne C44) - Krebsmortalität (Sterbefälle pro Jahr), Österreich ab 1983
Malignome, insgesamt (C00-C97, ohne C44) - Krebsinzidenz nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2016/2018)
Malignome, insgesamt (C00-C97, ohne C44) - Krebsmortalität nach Bundesländern, Jahresdurchschnitt (2016/2018)
Malignome, insgesamt (C00-C97, ohne C44) - Krebsinzidenz nach Stadium, Jahresdurchschnitt (2016/2018)
Malignome, insgesamt (C00-C97, ohne C44) - Relative Überlebensraten in Österreich nach Geschlecht (1991-2018)

Alle Malignome im Zeitverlauf altersstandardisierte Raten auf 100.000 Personen (Europäische Standardbevölkerung 2013)


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