Branchendaten nach Beschäftigtengrößenklassen

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Die Branchendaten nach Beschäftigtengrößenklassen zeigen die vorwiegend klein- und mittelbetriebliche Struktur der österreichischen Unternehmenslandschaft. Durchschnittlich arbeitete ein österreichisches Unternehmen (der ÖNACE 2008 B bis N, 95) im Jahr 2019 mit 9 Beschäftigten pro Unternehmen.

Mehr als 87% aller österreichischen Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 u.95) arbeiteten 2019 mit weniger als 10 Beschäftigten. Dies waren in Absolutzahlen ausgedrückt 314.516 Unternehmen. Gleichzeitig waren in nur 0,4% der österreichischen Unternehmen mehr als 250 Beschäftigte tätig. Innerhalb dieser 0,4% oder 1.270 Unternehmen waren aber rund ein Drittel (33%) bzw. 1.029.480 der Beschäftigten der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 u. 96) tätig und erwirtschafteten rd. 313 Mrd. Euro Umsatzerlöse (in etwa 37,5% vom Gesamtumsatz). Die Kleinunternehmen (d.h. Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten) boten 24% der Beschäftigten insgesamt oder 746.050 Personen einen Arbeitsplatz, davon 443.222 unselbständig Beschäftigten. Diese erwirtschafteten im Jahr 2019 einen Umsatzerlös von 133,3 Mrd. Euro. Daraus ergab sich eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von 39,8 Mrd. Euro, das einem Wertschöpfungsanteil von 17,8% entsprach.

Betrachtet man die einzelnen Branchen, so ist die größte Zahl der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten im Bereich „Herstellung von Waren“ (ÖNACE 2008 C) zu finden (nämlich 501 Unternehmen), während der „Handel“ (ÖNACE 2008 G) die größte Zahl an Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten aufweist (71.671 Unternehmen), gefolgt vom Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 M) mit 69.865 Unternehmen. Im Vergleich dazu waren 2019 im “Handel“ 217 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigt, im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ waren es nur 46 Unternehmen.

Der Personalaufwand pro unselbständig Beschäftigtem war 2019 mit 60.689 Euro in den Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten am höchsten und in Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten mit 31.029 Euro am niedrigsten (zu beachten ist dabei, dass diese Kennzahl auf Basis von Beschäftigungsverhältnissen und nicht in Vollzeitäquivalenten gemessen wurde). Unternehmen der Beschäftigtengrößenklasse 50 bis 249 Beschäftigte erzielten mit 369.333 Euro den höchsten Umsatzerlös pro Beschäftigtem und lagen damit vor den Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die Umsatzerlöse je Beschäftigten in der Höhe von 304.253 Euro erwirtschafteten. Hingegen konnte bei den Kleinunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte) pro Beschäftigten nur ein Umsatzerlös von 178.732 Euro erzielt werden.

Differenziert man zusätzlich im Jahr 2019 nach der Branche und Beschäftigtengrößenklasse kann man für den Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten ein sehr differenziertes Bild erkennen: In der Beschäftigtengrößenklasse mit 0 bis 9 Beschäftigten verzeichnete die Branche „Bergbau“ (ÖNACE 2008 B) den höchsten Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten mit durchschnittlich 49.957 Euro, während dieser in der Branche Beherbergung und Gastronomie in dieser Größenklasse bei nur 20.195 Euro liegt. Unternehmen des Bereichs „Finanz- und Versicherungsleistungen“ (ÖNACE 2008 K) zeigten in den Größenklassen 10 bis 19 Beschäftigte mit 64.825 Euro und 20 bis 49 Beschäftigte mit 73.340 Euro den höchsten Personalaufwand je unselbständig Beschäftigten. Der geringste Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem fand sich durchwegs in den Unternehmen der „Beherbergung und Gastronomie“ (ÖNACE 2008 I). Mit 8,6 Mrd. Euro tätigten die 314.516 Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten nur 19,3% der Bruttoinvestitionen aller Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 und 96), gleichzeitig liegen die Bruttoinvestitionen gesamt der 1.270 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten 2019 bei 16,6 Mrd. Euro, dies entspricht 37,3% des Gesamtinvestitionsvolumens.

Die Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten aller Unternehmen der ÖNACE 2008 B bis S (ohne 94 und 96) mit weniger als 250 Beschäftigten (dies sind 358.390 Unternehmen) lag mit 137,1 Mrd. Euro um 50,2 Mrd. Euro über jener der 1.270 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten, die alleine eine Bruttowertschöpfung von 87,0 Mrd. Euro erwirtschaften konnten. Die Bruttowertschöpfung pro Beschäftigten war bei Unternehmen mit wenig Beschäftigten niedriger als bei größeren Unternehmen, wobei die Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten mit 84.498 Euro die höchste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem erwirtschafteten. Betrachtet man die einzelnen Branchen, zeigte sich 2019 in den Branchen „Bergbau“ (ÖNACE 2008 B), „Energieversorgung“ (ÖNACE 2008 D), “Grundstücks- und Wohnungswesen“ (ÖNACE 2008 L) und „Finanz- und Versicherungsleistungen“ (ÖNACE 2008 K), mit über 140.000 Euro die höchste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem. Die Branchen „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen“ (ÖNACE 2008 S ohne 94 u. 96), gefolgt von der Branche „Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008 I), weisen die geringste Bruttowertschöpfung pro Beschäftigtem auf.

Bei der Abfrage, Auswertung und Interpretation der einzelnen Daten, ersuchen wir Sie auch die Besonderen Hinweise zu den Daten (Reiter „Hinweise/Hilfe“) zu beachten. Detaillierte Ergebnisse und Informationen zu einzelnen Statistiken erhalten Sie im Zweig Statistiken.

Ausgewählte Merkmale der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95) nach Beschäftigtengrößenklassen
Zahl der Unternehmen nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen
Ausgewählte Wirtschaftskennzahlen der Produktions- und Dienstleistungsunternehmen (ÖNACE 2008-Abschnitte) nach Beschäftigtengrößenklassen

Zahl der Unternehmen nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen 2019
Beschäftigte insgesamt und unselbständig Beschäftigte nach Beschäftigtengrößenklassen 2019 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95)
Umsatzerlöse je Beschäftigtem und Personalaufwand je unselbständig Beschäftigtem nach Beschäftigtengrößenklassen 2019 (ÖNACE 2008: Abschnitte B-N; 95)
Beschäftigte insgesamt nach ÖNACE 2008-Abschnitten und Beschäftigtengrößenklassen für 2019


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