Pressemitteilung: 12.513-104/21

Steigende Preise für alle Bausparten im 1. Quartal 2021

Wien, 2021-05-10 – Der Baupreisindex für den Hoch- und Tiefbau (Basisjahr 2020) lag laut Berechnungen von Statistik Austria im 1. Quartal 2021 bei 101,9 Indexpunkten. Damit erhöhte sich der Index sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal (+2,8%) als auch gegenüber dem Vorquartal (+1,3%).

Der gesamte Hochbau verzeichnete im 1. Quartal 2021 (102,7 Indexpunkte) einen Anstieg um 3,6% zum Vorjahresquartal und um 2,0% zum Vorquartal. Die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau und sonstiger Hochbau wiesen im selben Zeitraum einen Indexstand von 102,7 bzw. 102,8 auf, womit sich diese Indizes gegenüber dem Vorjahr jeweils um 3,7% erhöhten (siehe Tabelle 1).

Der gesamte Tiefbau erreichte im 1. Quartal 2021 einen Indexstand von 100,9 Punkten (+1,6% zum Vorjahresquartal; +0,3% zum Vorquartal). Der Index des Straßenbaus stieg auf einen Indexstand von 101,0 (+1,9% zum Vorjahr), der Index des Brückenbaus (101,2 Indexpunkte) und der des sonstigen Tiefbaus (100,8 Punkte) erhöhten sich um 1,8% bzw. 1,4% zum Vorjahresquartal (siehe Tabelle 2).

Im Hochbau trugen hauptsächlich Bauleistungen wie Metallbauarbeiten, Glasfassaden, Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Dachabdichtungsarbeiten zu den Preisanstiegen im Vorjahresvergleich bei.

Im Tiefbau sorgte die Leistungsgruppe bituminöse Trag- und Deckschichten für größere Preisanstiege im Vergleich zum Vorjahr. Für weitere spürbare Preiserhöhungen waren im Straßenbau "Betondecken, zementstabil. Tragschichten" sowie Lärmschutzbauten und im Brückenbau "Oberflächenschutz und Abdichtung von Beton" sowie Brückenausrüstung verantwortlich. Im sonstigen Tiefbau stiegen besonders die Preise bei den "Schächten und Abdeckungen" sowie im Bereich "Unterbauplanum und ungebundene Tragschichten".

Baupreisindex auf neues Basisjahr 2020 umgestellt

Der Baupreisindex für den Hoch-und Tiefbau (sowie den dazugehörigen Sparten Wohnhaus- und Siedlungsbau, sonstiger Hochbau sowie Straßen-, Brücken und sonstiger Tiefbau) wurde im Jahr 2020 einer Revision (neue Warenkörbe und neue Gewichtungsschemata) unterzogen, um eingetretene Änderungen in den Bautechnologien und Bauweisen sowie Umweltstandards und Bauleistungsbeschreibungen bei der Indexberechnung entsprechend berücksichtigen zu können.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zum Baupreisindex finden Sie auf unserer Webseite.

Informationen zur Methodik, Definitionen: Im Basisjahr einer Indexperiode wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100 normiert. Die Indexreihe wird mit dem Basisjahr bezeichnet. Die durchschnittliche Messzahl des Index der Baupreise 2020 beträgt im Jahr 2020 100,0.

 

Tabelle 1: Baupreisindex Basisjahr 2020 – Entwicklung der Hochbausparten (insgesamt)
Jahr/QuartalHoch- und TiefbauHochbauWohnhaus- und SiedlungsbauSonstiger Hochbau
IndexVeränderung gegenüber *IndexVeränderung gegenüber *IndexVeränderung gegenüber *IndexVeränderung gegenüber *
VQVJQ VQVJQ VQVJQ VQVJQ
2020 **100,0  100,0  100,0  100,0  
1. Quartal99,1  99,1  99,0  99,1  
2. Quartal99,80,7 99,90,8 99,90,9 99,90,8 
3. Quartal100,40,6 100,40,5 100,40,5 100,30,4 
4. Quartal100,60,2 100,70,3 100,60,2 100,70,4 
2021            
1. Quartal101,91,32,8102,72,03,6102,72,13,7102,82,13,7
Tabelle 2: Baupreisindex Basisjahr 2020 – Entwicklung der Tiefbausparten
Jahr/QuartalTiefbauStraßenbauBrückenbauSonstiger Tiefbau
IndexVeränderung gegenüber *IndexVeränderung gegenüber *IndexVeränderung gegenüber *IndexVeränderung gegenüber *
VQVJQVQVJQVQVJQ VQVJQ
2020 **100,0  100,0  100,0  100,0  
1. Quartal99,3  99,1  99,4  99,4  
2. Quartal99,80,5 99,90,8 99,80,4 99,80,4 
3. Quartal100,20,4 100,20,3 100,10,3 100,10,3 
4. Quartal100,60,4 100,80,6 100,60,5 100,60,5 
2021            
1. Quartal100,90,31,6101,00,21,9101,20,61,8100,80,21,4

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