Info für Bürgerinnen und Bürger

Das Registerzählungsgesetz schreibt vor, dass die Daten der Volkszählung 2021 grundsätzlich rein aus Verwaltungsregistern gewonnen werden sollen. Im Gegensatz zu traditionellen Volkszählungen entfällt das Ausfüllen von Formularen durch Bürgerinnen und Bürger. In nur einem einzigen Fall erlaubt das Registerzählungsgesetz, dass sich die Bundesanstalt Statistik Österreich direkt an bestimmte Personen der Wohnbevölkerung wenden darf. § 5 Abs. 5 bestimmt:

„Ist zur Ergänzung und Berichtigung der Basisdaten oder zur Analyse gemäß Abs. 4 eine Befragung der Betroffenen erforderlich, so haben auf Verlangen der Bundesanstalt die Inhaber der Verwaltungsdaten den Namen und Adresse der Betroffenen der Bundesanstalt binnen 14 Tagen bekannt zu geben. Die Betroffenen sind der Bundesanstalt zur zweckdienlichen Auskunftserteilung verpflichtet.“

Diese Personen stellen Klärungsfälle dar, weil sie in keinem anderen Verwaltungsregister als dem Zentralen Melderegister mit Lebenszeichen vorhanden sind. Sie werden per RSb-Brief angeschrieben, mit dem sie um Auskunft ersucht werden, ob sie am 31.10.2021 tatsächlich den Hauptwohnsitz (= Mittelpunkt der Lebensbeziehungen) in Österreich hatten.