Gütereinsatzdaten

Der Wert des gemeldeten Gütereinsatzes im Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) betrug für das Erhebungsjahr 2019 insgesamt 81,4 Mrd. Euro. Davon entfiel rund ein Viertel (23,8%) des gesamten Gütereinsatzes auf Metalle und Metallerzeugnisse (ÖCPA-Abteilungen 24 und 25). 12,0% wurden an chemischen Erzeugnissen und Kunststoffwaren (ÖCPA-Abteilungen 20 und 22) für die Produktion eingesetzt. Der Anteil an Kraftwagen, Kraftwagenteilen und sonstigen Fahrzeugen (ÖCPA-Abteilungen 29 und 30) belief sich auf 9,7%, der Einsatz an Maschinen (ÖCPA-Abteilung 28) auf 9,5%. Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse sowie elektrischen Ausrüstungen (ÖCPA-Abteilungen 26 und 27) hatten einen Anteil von 8,7% am gesamten Gütereinsatz. Auf land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse (ÖCPA-Abteilungen 01 und 02) entfielen 6,5%, auf Nahrungs- und Futtermittel sowie Getränke (ÖCPA-Abteilungen 10 und 11) 4,9%.

In die Statistik über den Gütereinsatz im Produzierenden Bereich wurden im Referenzjahr 2019 insgesamt 2.607 Großbetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten und einer Wirtschaftsleistung von zehn Millionen Euro und mehr einbezogen. Die Erhebung erfasste neben dem im Produktionsprozess verwendeten Materialinput auch den Energieeinsatz nach Energieträgern. Bezogen auf die Erhebungspopulation der Konjunkturstatistik im Produzierenden Bereich deckten die erhebungsrelevanten Betriebe rund 76,6% der Wirtschaftsleistung ab. Die Gütereinsatzstatistik bietet somit eine repräsentative Darstellung des Werts und der Verteilung des Energie- und Wareneinsatzes auf Güterebene, wobei die einzelnen Güter entsprechenden ÖCPA-Positionen zugeordnet sind. Damit können diese mit den von anderen Erhebungen verwendeten Klassifikationssystemen verglichen werden. Die Gütereinsatzstatistik ist insbesondere für Zwecke der Input-Output-Berechnungen, für Materialflussrechnungen sowie für jene Unternehmen von Bedeutung, die ihren Materialeinsatz mit dem, anderer Branchen vergleichen wollen.

Durchschnittlich standen den meldepflichtigen Betrieben über die 44 unterschiedlichen Branchenlisten (abgestimmt auf die jeweilige Aktivität des Betriebs) 114 Einzelgüter (einschließlich der 37 Energieträgerpositionen) zur Meldung zur Verfügung. Davon wurden im Berichtsjahr 2019 pro Betrieb 19 Energie- bzw. Güterpositionen im Durchschnitt gemeldet. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt einerseits nach dem kumulierten Gütereinsatzwert je Aktivität und andererseits nach innerhalb ihrer ÖCPA-Klassifikation aggregierten Gütern, bezogen auf ihre Verwendung innerhalb einer Aktivität.

Stellt man den im Rahmen der Gütereinsatzerhebung je Aktivität festgestellten Gütereinsatzwert zu dem in der Konjunkturstatistik des Referenzjahres erhobenen Wert der wirtschaftlichen Gesamtproduktion aller in die Konjunkturerhebung einbezogenen Betriebe sowie dem Wert der wirtschaftlichen Gesamtproduktion der in die Gütereinsatzerhebung einbezogenen Betriebe in Beziehung, so ist es möglich, den Deckungsgrad der Ergebnisse der Gütereinsatzstatistik global und in Bezug auf die Aktivität festzustellen. Für das Erhebungsjahr 2019 kann unter Einbeziehung von 2.579 Meldeeinheiten (2.621 Betriebe abzüglich Meldeausfälle und Betriebe, die die Meldeschwellen nachweislich nicht überschritten haben), das sind 24,3% aller Betriebe der Konjunkturstatistik (2018: 23,7%), eine Abdeckung von 76,3 % (2018: 75,1%) der wirtschaftlichen Gesamtproduktion festgestellt werden. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass es zwischen dem Zeitpunkt der Auswahl der Erhebungsmasse der Gütereinsatzerhebung durch Nachbearbeitung von Meldungen im Rahmen der Konjunkturstatistik (Aktivitätsänderungen und Wertkorrekturen) in einigen Fällen zu branchenspezifischen Veränderungen (Umverteilungen) kam, die sich partiell in den vorliegenden Ergebnissen widerspiegeln können.

Bei der Betrachtung der Veränderung des Werts der wirtschaftlichen Gesamtproduktion bei allen Betrieben der Konjunkturerhebung und den in die Gütereinsatzerhebung einbezogenen Betrieben sowie die Veränderung des erhobenen Gütereinsatzwerts im Jahresabstand zeigte sich ein Anstieg des Wertes der wirtschaftlichen Gesamtproduktion bei allen Betrieben der Konjunkturerhebung des Produzierenden Bereichs im Vergleich zum Vorjahr um 0,5% auf 254,9 Mrd. Euro. Bei jenen Betrieben, die auch in der Gütereinsatzerhebung meldepflichtig waren, stieg der Wert der wirtschaftlichen Gesamtproduktion um 2,2% auf 195,4 Mrd. Euro. Der Gütereinsatzwert dieser Großbetriebe verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr hingegen leicht um 0,3% auf 81,4 Mrd. Euro – daher veränderte sich auch die Gütereinsatzquote (Anteil der eingesetzten Güter an der wirtschaftlichen Gesamtproduktion) von 42,8% auf 41,7%. Es wird darauf hingewiesen, dass die den Ergebnissen des Erhebungsjahres 2019 gegenübergestellten Daten über das Berichtsjahr 2018 nachträglich revidiert wurden und sich daher von den im Vorjahr publizierten unterscheiden.

Die Ergebnisse der Gütereinsatzerhebung zeigen des Weiteren sowohl die Verteilung der 40.312 (2018: 39.899) einzeln gemeldeten und auf ÖCPA-2008-Abteilung (2-Steller) aggregierten Güter hinsichtlich ihrer Verwendung in den Branchen (ÖNACE-2008-Abteilungen) und andererseits die Verteilung des Gesamtwerts des Gütereinsatzes in der Höhe von 81,4 Mrd. Euro (2017: 81,8 Mrd. Euro) nach Wirtschaftstätigkeiten (ÖNACE-2008-Abteilungen).

Die mit Abstand meisten Gütermeldungen konnten mit 6.343 und somit einem Anteil von 15,7% in der ÖNACE-Abteilung 28 (Maschinenbau) beobachtet werden, gefolgt von den Abteilungen 10 (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln) mit 4.060 (10,1%), 41 (Hochbau) mit 3.815 (9,5%), 43 (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe) mit 3.061 (7,6%), 25 (Herstellung von Metallerzeugnissen) mit 2.946 (7,3%), 27 (Herstellung von elektrischen Ausrüstungen) mit 2.628 (6,5%), 20 (Herstellung von chemischen Erzeugnissen) mit 1.998 (5,0%) und 29 (Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen) mit 1.541 Meldungen (3,8%). Der wertmäßig höchste Gütereinsatz entfiel mit 11,7 Mrd. € und somit einem Anteil von 14,4% am gesamten Gütereinsatz im Produzierenden Bereich auf die ÖNACE-Abteilungen 29 (Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen). Es folgten die Abteilungen 28 (Maschinenbau) mit 10,0 Mrd. € (12,3 %), 24 (Metallerzeugung und -bearbeitung) mit 8,8 Mrd. € (10,8%), 10 (Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln) mit 7,7 Mrd. € (9,4%), 27 (Herstellung von elektrischen Ausrüstungen) mit 5,2 Mrd. € (6,4%) und 25 (Herstellung von Metallerzeugnissen) mit 4,9 Mrd. € (6,1%). Damit entfielen auf diese sechs Wirtschaftszweige mehr als die Hälfte (48,3 Mrd. € bzw. 59,3%) des gesamten Gütereinsatzes.

Die Gegenüberstellung der Werte der eingesetzten Güter nach der Art des Gutes sowohl im Jahresvergleich als auch hinsichtlich ihrer Anteile am Gesamtgütereinsatz nach ÖCPA-Abteilungen (2-Stellern) zeigte folgendes Bild: Mit 19,4 Mrd. entfiel rund ein Viertel (23,8%) des gesamten Gütereinsatzes (2018: 19,7 Mrd. Euro bzw. 24,1%) auf Metalle und Metallerzeugnisse (ÖCPA-Abteilungen 24 und 25). 9,8 Mrd. € bzw. 12,0% (2018: 10,1 Mrd. € bzw. 12,3%) wurden an chemischen Erzeugnissen und Kunststoffwaren (ÖCPA-Abteilungen 20 und 22) für die Produktion eingesetzt. Der Anteil an Maschinen (ÖCPA-Abteilung 28) belief sich mit 7,8 Mrd. € auf 9,5% (2018: 7,5 Mrd. € bzw. 9,2%). Der Einsatz an Kraftwagen, Kraftwagenteilen und sonstigen Fahrzeugen (ÖCPA-Abteilungen 29 und 30) betrug 7,9 Mrd. € bzw. 9,7% (2018: 6,7 Mrd. € bzw. 8,2%), jener an Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie elektrischen Ausrüstungen (ÖCPA-Abteilungen 26 und 27) mit 7,1 Mrd. € 8,7% (2018: 7,5 Mrd. € bzw. 9,2%), sowie an land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen (ÖCPA-Abteilungen 01 und 02) mit 5,3 Mrd. € 6,9% (2018: 5,4 Mrd.€ bzw. 6,7%). Die Nahrungs- und Futtermittel sowie Getränke (ÖCPA-Abteilungen 10 und 11) hatten mit 4,0 Mrd. € einen Anteil von 4,9% am gesamten Gütereinsatz (2018: 4,0 Mrd. € bzw. 4,9%).

Seit dem Berichtsjahr 2004 werden auch die Werte und Mengen des Energieverbrauchs nach Energieträgern der Betriebe des Produzierenden Bereichs (gegliedert nach Abteilungen der ÖNACE 2008) ausgewiesen. Der Energieverbrauch für den gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) belief sich im Berichtsjahr 2019 auf 4,6 Mrd. € (2018: 4,5 Mrd. €). Den mit Abstand höchsten Energieverbrauch wiesen mit 1,1 Mrd. € bzw. 706,1 Mio. € die Abteilungen 24 (Metallerzeugung und -bearbeitung) und 35 (Energieversorgung) auf. Hohe Werte wiesen auch die Abteilungen 17 (Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus) mit 313,0 Mio. €, 20 (Herstellung von chemischen Erzeugnissen) mit 282,9 Mio. € und 23 (Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden) mit 248,2 Mio. € auf.

Ergebnisse im Überblick: Gütereinsatzstatistik im Produzierenden Bereich 2019
Gütereinsatz 2019 nach Güterkategorien und deren Einsatz nach ÖNACE-Abteilungen
Gütereinsatzstatistik 2019 - Verbrauch an Energie nach Energieträger
Gütereinsatzstatistik 2019 im Vergleich mit der Konjunkturstatistik 2019
Jahresvergleich des Gütereinsatzes 2019 und 2018 nach ÖNACE-Gruppen
Jahresvergleich des Gütereinsatzes 2019 und 2018 nach ÖCPA-Abteilungen
Ergebnisse im Überblick: Gütereinsatzstatistik im Produzierenden Bereich 2018
Gütereinsatz 2018 nach Güterkategorien und deren Einsatz nach ÖNACE-Abteilungen
Gütereinsatzstatistik 2018 - Verbrauch an Energie nach Energieträger
Gütereinsatzstatistik 2018 im Vergleich mit der Konjunkturstatistik 2018
Jahresvergleich des Gütereinsatzes 2018 und 2017 nach ÖNACE-Gruppen
Jahresvergleich des Gütereinsatzes 2018 und 2017 nach ÖCPA-Abteilungen


Guglgasse 13, 1110 Wien 
Tel.: +43 1 71128-7070 
FAX: +43 1 71128-7728 
info@statistik.gv.at 
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 16.00 Uhr