Statistische Nachrichten - Kurzzusammenfassungen Jänner 2021

Haushaltsprognose 2020-2080

Vorausschätzung der Privathaushalte nach Größe und Bundesländern

Die Zahl der Privathaushalte in Österreich wird künftig, so wie in der Vergangenheit, weiterhin steigen. Der Anstieg ist in erster Linie eine Folge der wachsenden Bevölkerungszahl. Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 gab es in Österreich 3,34 Mio. Privathaushalte, laut Registerzählung 2011 waren es bereits 3,65 Mio. Für 2020 wurden 3,98 Mio. Privathaushalte geschätzt. Bis 2030 wird ihre Zahl auf 4,19 Mio. (+14,9% gegenüber 2011, dem Basisjahr der aktuellen Projektion), bis 2080 schließlich auf 4,66 Mio. ansteigen (+27,7%). Die Gesamtzahl der Privathaushalte wird künftig in allen Bundesländern zunehmen, allerdings unterschiedlich stark und in Kärnten nicht über den gesamten Projektionszeitraum bis 2080.

Einflussfaktoren auf die Gesundheit

Gesundheitsverhalten, Gesundheitsrisiken und soziodemographische Einflussfaktoren; Ergebnisse aus der Gesundheitsbefragung 2019

Die Gesundheit hängt von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab. Lebensstil, Umweltbedingungen und soziale Beziehungen sind von entscheidender Bedeutung für die psychische und physische Gesundheit eines Individuums. Diese Gesundheitsdeterminanten sind Faktoren, die man selber beeinflussen kann, und somit auch besonders wichtig für die Prävention. Die Gesundheitsbefragung 2019 liefert wichtige Ergebnisse zu diesem Thema: 24% der Männer und 18% der Frauen in Österreich rauchen täglich. Damit ging die Raucherquote gegenüber der letzten Befragung 2014 um 3,0 bzw. 4,3 Prozentpunkte zurück. Der Anteil von starkem Übergewicht in der Bevölkerung (unter Berücksichtigung des Alterseffekts) ist seit 2014 um 2,1 Prozentpunkte gestiegen. Die Bewegungsempfehlungen der WHO hält beinahe ein Viertel der österreichischen Bevölkerung ein, insbesondere sind junge Männer sportlich aktiv. Das Gesundheitsverhalten hängt nicht nur von Alter und Geschlecht, sondern auch von Bildungsstand, Einkommen, Migrationshintergrund oder Urbanisierungsgrad ab. So rauchen Menschen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen deutlich häufiger oder haben stärkeres Übergewicht als jene mit Matura oder Hochschulabschluss.

Aquakulturproduktion 2019

Im Kalenderjahr 2019 wurden bundesweit 4.250 t Speisefisch (+4,1% zum Vorjahr) von 500 in diesem Sektor der Aquakultur tätigen Unternehmen vermarktet. Nach Arten gesehen, entfiel dabei der Großteil der Produktion auf Regenbogen- bzw. Lachsforellen (33,3% der Gesamtmenge), gefolgt von Karpfen (14,6%) und Bachsaiblingen (13,2%). Weiters meldeten für den gleichen Zeitraum 159 der befragten Unternehmen die Produktion von 20,4 Mio. Stück Laich und 21,1 Mio. Stück Jungfischen.

Jagdstatistik 2019/2020

Im Jagdjahr 2019/2020 stieg die Gesamtzahl der Abschüsse im Vergleich zur Saison 2018/2019 um 13,8% auf 838.000 Stück, von denen 82,4% auf Haarwild und 17,6% auf Federwild entfielen. Darüber hinaus wurden 138.000 Wildtiere (+3,5%), vorrangig Rehwild (74.000 Stück) und Hasen (33.100 Stück), Opfer widriger Umstände (Fallwild). Im gleichen Zeitraum wurden neben einem Stock von 131.500 gültigen Jahresjagdkarten (-0,5%) noch insgesamt 12.000 Jagdgastkarten (-4,5%) mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer ausgegeben.

Lohnsteuerstatistik 2019

Im Berichtsjahr wurden 7.155.815 Lohnsteuerpflichtige registriert, davon 4.681.056 unselbständig Erwerbstätige sowie 2.474.759 Pensionisten und Pensionistinnen. Im Vergleich zu 2018 erhöhte sich die Zahl der Lohnsteuerpflichtigen um 1,3%. Die Bruttobezüge stiegen um 4,4% und erreichten ein Volumen von 212.271,1 Mio. €, während das gesamte Lohnsteueraufkommen um 4,6% auf 29.408,5 Mio. € stieg. 50,2% bzw. 3.595.500 Lohnsteuerpflichtige waren Männer, die 61,1% der Bruttobezüge erzielten und 69,5% zum Lohnsteueraufkommen beitrugen. Für 24,3% aller Lohnsteuerpflichtigen ergab sich aufgrund geringer Bezüge keine anrechenbare Lohnsteuer. 72,5% aller unselbständig Erwerbstätigen – beinahe 3,4 Mio. Personen – hatten ganzjährige Bezüge mit 90,7% der Bruttobezüge aller Arbeitnehmer/-innen; demgegenüber waren 1,3 Mio. nicht ganzjährig beschäftigt. Der durchschnittliche Jahresbruttobezug bei ganzjähriger Beschäftigung variierte österreichweit deutlich nach dem Beschäftigungsausmaß (Vollzeitbeschäftigung 51.207 €, Teilzeitbeschäftigung 22.299 €).

VPI im November 2020

Die allgemeine Teuerung verharrte im November 2020 bei 1,3% (Oktober 2020: ebenfalls 1,3%). Die stärksten Preistreiber im Jahresabstand blieben Wohnung, Wasser und Energie. Die Inflationsrate des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex war mit 1,1% geringer als jene des VPI. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung von COVID-19 („leichter“ Lockdown) hatten im November merkliche Auswirkungen auf die Berechnung der Inflationsrate.

Luftemissionsrechnung 1995-2018

Die Luftemissionsrechnung ist ein integraler Bestandteil der Umweltgesamtrechnungen und stellt somit ein Satellitenkonto der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen dar. Sie berücksichtigt anthropogene Emissionen, die als Luftschadstoffe die Umwelt beeinträchtigen oder als Treibhausgase zum Klimawandel beitragen. Weiters basiert sie auf Daten, die vom Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt werden, und passt diese an das Verursacher- und das Inländerprinzip an, um die Vergleichbarkeit mit der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zu ermöglichen. Im Zeitraum 1995 bis 2018 konnte eine – teils beträchtliche – Reduktion bei acht von elf Emissionen erreicht werden; lediglich der Ausstoß von Kohlendioxid, Ammoniak und fluorierten Gasen verzeichnete einen Anstieg. Bei Kohlendioxid muss jedoch in Hinsicht auf ihre Klimawirksamkeit zwischen Emissionen aus fossilen, biogenen sowie sonstigen Quellen unterschieden werden. Die klimawirksamen CO2-Emissionen (aus fossilen und sonstigen Quellen) stiegen im betrachteten Zeitraum um 3,1% an. Jedoch ist auch ein Anstieg bei den biogenen CO2-Emissionen um 93,2% zu verzeichnen.

Beilage: CD-ROM 2018-2020 (Alle PDF inkl. Excel-Tabellen)